Krebs hörbar machen mit Gamma Sonden

Bisher suchen Ärzte den Tumor üblicherweise mithilfe eines Tomografen. Dazu wird der Antikörper PSMA mit einem radioaktiven Teilchen (Isotop) markiert. PSMA-Antikörper passen auf Prostatakrebszellen wie ein Schlüssel ins richtige Schloss. Die radioaktiven Teilchen markieren die Krebszellen, die am Bildschirm aufleuchten.

Ein ähnliches Vorgehen kann verwendet werden um während der OP die winzigen Metastasen aufzuspüren und zu entfernen. Dafür spritzen sie dem Erkrankten am Vortag der Operation radioaktive Antikörper, die sich an den einzelnen Prostatakrebszellen anlagern. Am nächsten Tag gehen die Chirurgen mit einer Gammasonde über das Operationsfeld. Ertönt ein akustisches Signal, befindet sich unter der Sonde eine Krebszelle. Diese können die Chirurgen entfernen. Die Strahlenbelastung ist deutlich niedriger als bei einer Computer-Tomografie.

Die ersten Zwischenergebnisse des neuen Verfahrens sind ermutigend. Doch welche Bedeutung die neue Methode auf Dauer in der Therapie des Prostatakrebses haben wird, müssen weitere Studien zeigen.

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